XIX. In dieser Art des Genusses und der Verbindung der Seele mit Gott und Maria habe ich kaum ein Bild oder eine Vorstellung von der liebevollen Mutter, denn dies geschieht sehr erhaben und ganz im Geist, abgezogen von allem, was in die Bildlichkeit oder die Sinne fällt. Es bleibt nur ein sehr geistliches Bewusstsein und eine Erinnerung an Gott und Maria, die in Eins verbunden sind, ähnlich mit diesem Blick und jener Erinnerung an Maria, wie sie in Gott und mit Gott eins sind, fließt oder brennt meine Liebe ganz zu Gott und Maria als zu einem einfachen Gegenstand.
Dasselbe geschieht auch in meinem täglichen Umgang mit ihnen. Wenn ich einen liebevollen Blick zu Gott mit brennendem Verlangen werfe, um in allem, was ich tun oder lassen soll, Seinen heiligsten Willen zu erfüllen, ist damit ein ähnlicher Blick auf die liebevolle Mutter mit ähnlichem Verlangen verbunden, um ihr in allem zu gefallen, mit großer Einfachheit, Ruhe und geistiger Klarheit. Es erscheint mir auf gewisse Weise wie eine ständige Offenbarung, eine art ständiger Genuss und Verbindung mit Gott und Maria in Gott, da meine Seele von ihnen nahezu untrennbar ist, weil mein Verstand, mein Gedächtnis und mein Wille wesentlich an sie gebunden sind und deren Wissen, Erinnerung und Liebe nahezu in mich geprägt sind.
Ich kann es nicht weiter mit Worten klären, noch den Weg ausdrücken, wie ich mich beherrscht, beseelt, belebt und vom Geist Marias geführt fühle, und auch nicht, wie ich das göttliche Wirken von ihrem Geist in meiner Seele empfange und durch ihren Geist. Das muss mir im Schreiben bleiben.