XI. Mein Geist wird wie geleitet, ermutigt, erweckt und beherrscht, wenn ich in meiner Seele und meinem Herzen eine liebevolle Mutter habe, so wie zuvor, als ob der Geist Jesu, der in mir wohnt, durch mich all meine Taten vollbringt.
Der Geist Mariens lenkt in mir alle meine Regungen und Aktivitäten fast auf die gleiche Weise, meine Seele lebt auf eine neue, bislang unbekannte und unerprobte Weise in Gott. Maria ist mein Leben, eine Art belebenende Atmosphäre, in der ich atme und in Gott lebe, erhabener und höher als je zuvor.
XII. Das übernatürliche Leben der Seele in Maria, für Maria, mit Maria und durch Maria wächst in Gott zur größeren Vollkommenheit und Beständigkeit. Das, was ich wahrnehme, erfahre und erlebe, sind Dinge, über die ich niemals zuvor gelesen oder gehört habe.
Maria, meine liebevolle Mutter, ist das Leben meiner Seele und somit die eigene Seele meiner Seele. Sie gebiert in meiner Seele das Leben der Seele in Gott, das heißt das göttliche Leben, indem sie Erfahrung, Ermutigung, Stärkung einfließen lässt, so dass ich mit größerer Beständigkeit und Festigkeit, Reinheit usw. im göttlichen Leben in Gott bleiben kann.
Dieses Einfließen lebendiger Gnaden wird mir so unmittelbar aus ihrem liebevollen mütterlichen Herzen geschenkt, als ob sie die absolute Herrscherin und Verteilern aller göttlichen Schätze wäre, um unsere Seelen zu schmücken und uns so Gott wohlgefällig zu machen. Gott hat sie so geehrt und verherrlicht, dass er sie als Mutter und Königin über alle Schätze seiner Gnaden eingesetzt hat, die sie vollständig und für immer in seiner Macht hat.
(Nach P. Methoděje Minaříka bearbeitet von Dr. V. P.)