Die Belohnung für das menschliche Herz gibt Gott sein Herz; für das ganze menschliche Herz gibt er sein ganzes Herz, ungeteilt und einheitlich, und ist nicht wie der Mensch durch Ort, Zahl und Zeit beschränkt. Er ist unser himmlischer Vater, und so übersteigt seine väterliche Liebe unendlich jede irdische väterliche Liebe. Deshalb schaut er auf den Menschen, der seine Stimme erst in der letzten Stunde hört, nicht als auf ein nachlässiges Geschöpf und als auf einen bedauernswerten Verspäteten, sondern als auf das zuletzt gewonnene Kind, das zuletzt in der Gnade erneuert wurde, also als auf das jüngste und kleinste Kind.
(Jaroslav Durych, Herz und Kreuz, Privatdruck der Zeitschrift Na hlubinu, 1932)