Silvana Egidi
Am 21. März 1993 wurde in Rom die Karmelitin aus Chile – Teresia von Jesus heiliggesprochen. Im folgenden Artikel stellen wir sie näher vor.
Die heilige Teresia von Los Andes wurde am 13. Juli 1900 in Santiago de Chile als das fünfte von sieben Kindern von Miguel Fernández Jaraquemada und Lucia Armstrong Solar geboren. Sie wurde am 15. Juli in der Pfarrei Santa Anna getauft und erhielt den Namen Juana Enriqueta Josefina de los Sagrados Corazones (Johanna Heinrich Josefina von den Heiligsten Herzen), aber sie wurde immer Juanita genannt.
Ihre Familie war sehr bekannt und wohlhabend. „Jesus wollte nicht, dass ich arm geboren werde wie Er. Ich wurde inmitten von Reichtum geboren, von allen verwöhnt“ (Tagebuch). Von klein auf war sie geliebt, besonders von ihrem Großvater Eulogio Solar, der ein großes Anwesen in Chacabuco besaß. Dort verbrachte Juanita mit ihrer jüngeren Schwester Rebekka viel Zeit, umgeben von der Herzlichkeit des Großvaters, der ihr alles mit „Umarmungen und Küssen“ gab; beide wurden schnell im Reiten unterrichtet.
Im Jahr 1907 starb jedoch der Großvater und das war für Juanita ein großer Schmerz. Von frühester Kindheit fühlte sie sich zur Frömmigkeit hingezogen und stellte oft ihrer Mutter oder den Priestern, die Chacabuco besuchten, Fragen, ohne müde zu werden, den Gesprächen über Gott zuzuhören, half, Missionen vorzubereiten und begleitete die Priester bei Besuchen von Kranken. Sie war überall dort, wo über Gott gesprochen wurde, auch wenn sie vieles von dem, was sie hörte, nicht verstand. Ihre Verehrung der Jungfrau Maria war zart und hingebungsvoll und wuchs bald zu einem intimen Vertrauen. „Ungefähr seit ich sieben Jahre alt war, wurde in meiner Seele eine große Verehrung für die Heiligste Jungfrau geboren. Ich erzählte ihr alles, was mir widerfuhr und sie antwortete mir … Mit Ludwig betete ich den Rosenkranz…“
In ihren Schriften spricht Juanita oft von der Jungfrau Maria; viele Ereignisse ihres Lebens sind vom Licht der Marienpräsenz erleuchtet, besonders im Geheimnis der Unbefleckten Empfängnis: an diesem Tag erlebte sie vier Jahre lang eine kritische Phase ihrer Gesundheit. Schon als kleines Mädchen nahm sie mit ihrer Mutter an der Heiligen Messe teil und konnte nicht verstehen, warum sie Jesus nicht empfangen konnte. Man sagte ihr, dass sie nicht bereit sei und nicht alt genug sei. Aber ihre Sehnsucht wuchs. Am 22. Oktober 1909 empfing sie in der Schulkapelle das Sakrament der Firmung; damals versprach ihre Mutter ihr, dass sie die erste heilige Kommunion empfangen könnte, und sie bereitete sich ein ganzes Jahr lang sorgfältig darauf vor.
„Ein Tag ohne Wolken“ kam schließlich am 11. September 1910 und Juanita erlebte Jesus zum ersten Mal: „… unvergesslicher Tag meines ganzen Lebens … Das, was in Jesus in meine Seele eingetreten ist, ist nicht beschreibbar. Tausendmal habe ich ihn gebeten, mich aufzunehmen, und zum ersten Mal hörte ich die Stimme: – Mein Kind, gib mir dein Herz, denn ich will es zu meinem Tempel machen. – Ich bat ihn um Gnade für alle. Ich fühlte, dass die Jungfrau Maria mir nahe war. Zum ersten Mal fühlte ich einen köstlichen Frieden.“ Die liebevolle Intimität mit dem eucharistischen Jesus geht mit einer sich vertiefenden Intensität der Erfahrung weiter: „Ich empfing täglich und sprach lange mit Jesus…“ „Seit diesem Tag“ – schreibt sie in ihrem Tagebuch – „zog es mich nicht mehr zur Erde…“
Im Kolleg
Im Alter von sieben Jahren trat Juanita, auf Wunsch ihrer Mutter, in das Kolleg der Teresianerinnen in Santiago ein, blieb dort jedoch nur einen Monat: diese Schule gefiel ihr nicht und hinterließ keine guten Erinnerungen. Danach musste sie das Kolleg der Schwestern vom Heiligsten Herzen in Alameda besuchen, von 1907 bis 1915 als Schülerin und von 1915 bis 1918 als Zögling.
Sie wurde nur sehr widerwillig Zögling: die empfindliche und leidenschaftliche Juanita benötigte die Möglichkeit, ihre Gefühle in einer herzlichen Umgebung frei zu entfalten und ihre Geselligkeit nach außen zu zeigen. Das konnte nur in einer Familie geschehen, in der alle durch Liebe vereint waren. Aber das Kolleg, mit seiner Ordnung, Zeitplänen und Disziplin und der Einschränkung der Freiheit, war für sie langweilig und wenig ansprechend. Aus ihren Zeilen spürt man Traurigkeit und Leiden. Einmal klagte sie: „Ich würde das Internat in Asche verbrennen.“
Mit Nostalgie und Liebe denkt sie an die Familie, es scheint jedoch, dass sie zu einem anderen Weg reift, den Gott für sie vorbereitet: „Aber die Stimme Gottes fordert immer mehr, und ich muss Jesus bis ans Ende der Welt folgen, wenn er es will. Er erfüllt meinen Geist selbst und alles außerhalb von Ihm ist Schatten, Leiden und Leere.“ Gottes Wohlgefallen führt sie im Laufe der Zeit und die Gnade öffnet ihr neue Horizonte. Das gebiert in ihr das Bedürfnis, jeden Mangel, jede Treue und jede Neigung zu beseitigen, die der Seele im Weg steht.
Juanita erkennt und zeigt ihre Mängel. Eitelkeit: „Als ich aufhörte, klein zu sein, sagten sie mir, ich sei liebenswürdiger als meine Geschwister. Ich nahm es mit Befriedigung an… Nur Gott weiß, wie viel es mich kostet, diesen Stolz oder diese Eitelkeit zu unterdrücken, die mich beherrschte, als ich heranwuchs.“ Jähzorn: „Mein Charakter war ängstlich; von Natur aus sehr empfindlich … wurde jähzornig, weil mich ein wildes Wüten überkam … Ich war schrecklich… Gehorsam kostete mich viel…“ Dieser Jähzorn zeigte sich manchmal etwas „laut“, aber sie selbst schreibt dann: „Ich glaube, dass ich dieser Schuld vollkommen bereute, denn ich weinte ich weiß nicht wie oft…“
Obwohl die Jahre im Kolleg vom Heiligsten Herzen für ihre Erziehung nützlich waren, galt dies ebenso für die Findung ihrer Berufung. Die Freundschaft mit Mutter Izquierdo und Mutter Ríos hat sie veredelt.
Juanita liebte den Sport sehr: Tennis, Schwimmen, alle Geschwindigkeitswettkämpfe, aber vor allem das Reiten. Sie war wirklich geschickt, und wenn sie über ihre Reitkünste spricht, fühlt sie die große Freude und das Vergnügen, das es ihr bereitete. Eine kurze Zitation reicht: „Ich reiste viel und ritt oft und faszinierte mich dafür, durch die Berge zu gehen … Man sagte mir, dass ich eine echte Amazone sei.“
Sie liebte die Natur sehr, wo sie jeden Farbton suchte und begeistert genoss. Auch wenn sie sich im Kolleg ernsthaft dem Studium widmete, versäumte sie es nicht, sich um apostolische Bemühungen zu kümmern, wenn es ihre Möglichkeiten erlaubten. Sie liebte die Armen, half den Bedürftigen, hörte ihnen zu und gab ihnen sowohl materielle als auch geistliche Tröstung, und war eine ausgezeichnete Katechetin und Mitarbeiterin der Priester. Erinnern wir uns an Juanita, den sehr armen Jungen, dem sie immer half. „Es ist so kostbar zu geben“, sagte sie.
Anfänge der Berufung
Als sie im August 1918 das Kolleg endgültig verlässt, weiß sie, dass eine Prüfung der Ablösung kommt. Wie sie hofft, wird dies bald nach ihrem Eintritt in den Karmel geschehen. Sie kehrt nach Hause zurück und übernimmt die Haushaltsführung, da ihre Schwester vor einiger Zeit geheiratet hat. Sie befürchtet, dass der neue Lebensstil ihr etwas im Rhythmus stören wird, den sie sich für ihr geistliches Leben gesetzt hat, aber erfreut stellt sie fest, dass das Leben in der Familie ihr nicht im Gebet und im Denken an Jesus im Wege steht.
Sie war ein Mädchen mit glücklichem Charakter: offen für Freundschaft und Freude, die die Schönheiten der Natur und der Kunst erlebte. In ihrem Weltblick verbanden sich gesunde Freiheit und feine Zurückhaltung im Gleichgewicht. Die Worte, die wir in Tagebuch und in Briefen lesen, sind voller dieser Weisheit. Diese ist in der Tiefe ihres Seins, wo die Gnade Gottes wirkt. Im Jahr 1914, als die Stimme Jesu sehr stark und überzeugend ist, wird sie von großer Innigkeit verletzt und verspürt ein neues Bedürfnis und Verlangen nach Emotion. „Unser Herr sagte mir und ließ mich verstehen, wie Er oft im Tabernakel allein und verlassen war. Er sagte mir, ich solle Ihm Gesellschaft leisten. Er gab mir also die Berufung, dann sagte Er mir, dass Er mein Herz für sich will und dass ich Karmelitin werden soll. Zu jener Zeit lebte ich nicht mehr für mich selbst, sondern Jesus lebte in mir…“
Am 13. Juli 1915 vollendete sie fünfzehn Jahre. „Jesus hat das Steuerrad des Bootes übernommen und es in die Abgeschiedenheit von anderen Booten gezogen; ich war nur mit Ihm verbunden… und Er hat mich in sich eingesperrt. Für Ihn verlasse ich alles, um mich hinter die Gitter des Karmels zu verstecken … welch ein Glück, welch eine Freude! Es ist der Himmel auf Erden.“ Ein anderer Eintrag im Tagebuch: „Heute, am 8. Dezember 1915, habe ich in meinen fünfzehn Jahren das Versprechen abgelegt, keinen anderen Bräutigam als meinen Herrn Jesus Christus anzunehmen, den ich von ganzem Herzen liebe und dem ich bis zum letzten Atemzug meines Lebens dienen will.“
Mit Mutter Ríos, der Direktorin des Kollegs, sprach sie über ihre Berufung zum Karmel, und sie gab ihr den Rat, die hl. Teresia von Avila und die Teresia vom Kinde Jesu zu lesen. Bei der kleinen Teresia erkennt Juanita: „Ich sagte ihr, dass das, was ich gelesen habe, mir auf verschiedene Weise nützlich war, weil ihre Seele meiner ähnelt. Und weil ich, ebenso wie sie, viele Wohltaten von unserem Herrn empfangen habe, für die ich so schlecht bezahle.“
Wenn sie von der Teresia vom Kinde Jesu das Vertrauen in die göttliche Liebe in kindlicher, bedingungsloser Form lernte, vermittelte ihr eine andere karmelitanische Persönlichkeit – Elisabeth von der Heiligsten Dreifaltigkeit – das anziehende kontemplative Innere: „Ich lese Elisabeth von der Heiligsten Dreifaltigkeit. Sie hat mich verzaubert. Ihre Seele ähnelt meiner sehr; auch wenn sie heilig war. Ich werde sie nachahmen und heilig werden. Ich will mit Jesus in der Tiefe meiner Seele leben. Ich will ein Leben aus dem Himmel leben – wie Elisabeth sagt – und die Lobpreisung der Herrlichkeit werden.“
Die spätere Lektüre von Weg der Vollkommenheit, dem Hauptwerk der teresianischen Pädagogik, begeisterte sie, denn es öffnete ihr weite Horizonte des Lebens im Gebet und der Freundschaft mit Gott. „Seitdem habe ich verstanden, dass der Karmel ein Stück Himmel ist und dass der Herr mich zu diesem Berg gerufen hat“ (Briefe).
In Los Andes gibt es ein Kloster der Karmelitinnen. Am 5. September 1917 schreibt Juanita den ersten Brief an die Priorin, Mutter Angelica. Mit Einfachheit spricht sie über ihr Verlangen, warum sie das Gefühl hat, dass der Herr sie in den Karmel ruft; sie spricht über Schwierigkeiten mit ihrer Gesundheit. Sie kennt das Ideal einer Karmelitin gut: „leiden, lieben und beten… und darin finde ich mein ganzes Ideal. Mein Jesus hat mir diese drei Dinge beigebracht, als ich aufhörte, ein Kind zu sein.“ Im September 1918 erhält sie die schönste Nachricht: ihr Antrag auf Eintritt in den Karmel wurde angenommen.
Am 11. Januar 1919 unternimmt sie mit ihrer Mutter, ohne das Wissen anderer Angehöriger, einen Besuch in Los Andes. Als sie sieht, wie arm der Karmel ist und die Nonnen dennoch so voller Menschlichkeit, Freude und Gebetsspiritualität sind, versteht sie, dass dieses Kloster ihr Stück Himmel auf Erden sein wird. Ihrer Familie von ihrer Berufung und dem Entschluss, in den Karmel einzutreten, zu erzählen, ist keine Angelegenheit ohne Leiden und Schwierigkeiten. Die erste Person, die ihr Geheimnis teilt, ist ihre Schwester Rebekka; am 25. März 1919 schreibt sie einen warmen Brief an ihren Vater über ihre Berufung und bittet ihn um seine Zustimmung: diese wird ihr schließlich gegeben.
Die Abneigung ihrer Angehörigen ist jedoch groß. Juanita schreibt am 25. April: „Die ganze Zeit ist schrecklich, denn wohin ich meinen Blick richte, sehe ich nur Tränen. Dennoch fühle ich in meinem Inneren eine Entschlossenheit und einen Mut, den ich nicht beschreiben kann. Gott macht mein Herz unempfindlich für diese Tränen, wenn ich in ihrer Gegenwart bin, aber sobald ich allein bin, fühle ich, dass meine Seele vor Schmerz platzt und ein schrecklicher Kampf in mir entfesselt wird.“
Im Karmel
Am 7. Mai 1919 kommt der Herr, um sie „zu entführen“: sie tritt in den Karmel ein. Am nächsten Tag schreibt sie in einem Brief an die Eltern über ihr Glück, ihre Dankbarkeit für ihr Opfer und all die Liebe. In den Oblaten hält sie den Kontakt zu ihren Eltern und Freunden; alle Briefe strahlen die Fülle des geistlichen Lebens aus, die Staunen erweckt. Sie ist wie in die Kontemplation göttlicher Dinge vertieft und ganz von Gottes Liebe beherrscht.
„Wie wunderbar! Wie glücklich, Mama, wenn wir in den unermesslichen Ozean der Liebe eintauchen. Wie glücklich ich bin mit dem, der lebt. Er hat mich verwandelt. Er hat den Schleier, der Ihn verbarg, enthüllt. Das, was in mir immer mehr die Liebe zu meiner Berufung entflammt, ist, dass mir das Leben eines Karmeliten dem Leben der Jungfrau Maria ähnelt, die nur betete, litt und liebte. Und das alles im Schweigen.“
Fehlen nicht Tage der Reinigung, tiefer Dunkelheit, aber alles bereitet sie auf eine intensivere Erfahrung, höhere Kontemplation vor. In ihr entfacht sich das Verlangen nach Wiedergutmachung, Versöhnung, Teilnahme am Erlösungsleiden, gemäß dem Verständnis der Kirche.
Das Leben im Karmel offenbart sich ihr in seiner ganzen Schönheit und apostolischen Fruchtbarkeit; das Gebet führt sie zur Erfahrung Gottes und zur unaufhörlichen Fürbitte für die Kirche. So wird sie zu einer kleinen Lehrerin für alle, mit denen sie schriftlich in Kontakt steht. „Ich bin ein glückliches, ja das glücklichste Wesen auf der Welt. Ich beginne das Leben des Himmels, der ewigen Liebe… Wir haben kein anderes Verlangen, als Gott zu verherrlichen, indem wir Seinen göttlichen Willen in jedem Augenblick erfüllen. Wir leben weiterhin sehr fröhlich. Gott ist unendliche Freude.“
Am 14. Oktober 1919 trägt sie das karmelitische Habit und erhält den Namen Schwester Teresia von Jesus, der Heiligen von Avila. Später, als ihr eigener Name aufgrund des Rufs nach Tugenden und der Heiligkeit ihres Lebens bekannt wird, wird sie Teresia von Los Andes genannt.
Nach der Profess verbringt sie ihre Tage in Arbeit, stets bereit zum brüderlichen Dienst, ausgeglichenem und aktivem Leben in der Gemeinschaft. Aus ihrem Herzen, das in Christus verliebt ist, strahlt ihre Schönheit, der Charme ihrer Liebe, die Anziehungskraft der Intimität ihrer Freundschaft: sie hat sich auf besondere Weise in ihrem Sinn für die Kirche entwickelt und verbrachte lange Stunden vor dem Tabernakel.
Es scheint, dass Juanita seit ihrer Kindheit die Ahnung hatte, dass sie sehr jung sterben würde. Im März 1920 – die Fastenzeit begann am 18. Februar – kündigt Schwester Teresia dem Vater Avertano, ihrem Beichtvater, an, dass sie im Laufe des Monats sterben werde, und bittet ihn, dass sie ihr Bußwerk verstärken könne.
Am ersten April, am Gründonnerstag, bleibt Schwester Teresia sehr lange nach den gemeinsamen Gebeten im Chor; am Abend des Karfreitags bemerkt die Novizenmeisterin, als sie ihr heißes Gesicht sieht, dass sie hohes Fieber hat. Ein Arzt wird gerufen, aber gegen das heftige Typhus, das sie befallen hat, wirkt kein Medikament.
Am Montag, den 5. April, spendet ihr der Priester auf ihren eigenen Wunsch das Sakrament der Krankensalbung; am Dienstag, den 6. April, spricht sie in einem der hellen Augenblicke mit Rührung die Worte der Profess (Vows) und wird somit „offiziell“ die Braut Christi. Am 7. April empfängt sie zum letzten Mal die heilige Kommunion. Es folgen Tage großen Leidens: Am Montag, den 12. April 1920, um 19:15 Uhr, stirbt Teresia sanft. Sie ist neunzehn Jahre und neun Monate alt und war elf Monate lang Karmelitin.
Diese Rose entfaltete sich in voller Pracht und Schönheit, vielleicht um ihren Duft leichter in der Kirche verbreiten zu können. Am 14. April wird die Begräbnismesse mit großer Teilnahme von Priestern gefeiert, bereits mit dem Wunsch nach der Heiligsprechung der Schwester Teresia, die im Verborgenen gelebt und sich hingegeben hat.
Die Zeitschriften in Santiago, was im Fall einer geschlossenen Nonne eher selten ist, sprechen von ihrem Tod und ihren Tugenden.
Im Jahr 1947 begann der Seligsprechungsprozess und am 22. März 1986 promulgierte Papst Johannes Paul II. das Dekret über die heroischen Tugenden; am 3. April 1987 wird ihre Seligsprechung in Santiago de Chile vollzogen.
Infolge der Anerkennung einer Heilung, die auf die Fürsprache der seligen Teresia erbeten und erhalten wurde, erfreute sich die Kirche am 21. März 1993 im majestätischen Petersdom der Heiligsprechung dieser Tochter, die so viele natürliche Gaben und Gnaden in sich angesammelt hat und die allen Christen, besonders den heutigen Jugendlichen, ein Vorbild zum Bewundern und Nachahmen anbieten kann, gemäß ihrer Botschaft: „Gott ist unendliche Freude. Nur in Ihm werdet ihr vollkommen glücklich sein.“
(Aus der Zeitschrift Il Messaggero del S. Bambino Gesú di Praga 3/1993
übersetzt von Wojciech von der hl. Hedwig OCD)