Ich habe versucht, nah bei Gott zu sein, mich zu Ihm zu flüchten wie in einen Schutz.

Seit dem Erlebnis der Bombardierung in unserer Straße während des Krieges habe ich oft versucht, nahe bei Gott zu sein und zu ihm zu flüchten, wie es in einer messe antifon gesagt wird. Ich arbeitete im Bauwesen. Die Deutschen holten junge Techniker aus verschiedenen Abteilungen in die Produktion. Dort ging es um Leben und Tod … wenn man mit dem Hammer ein wenig zu fest auf ein Bauteil schlug, hatte man die Sabotage am Hals. Ich machte das ein Vierteljahr und kam zu dem Schluss, dass wenn die Engländer nicht kommen und die Škodovka nicht zerstören, es mit mir zu Ende sein wird. Spione überwachten die Produktion und zeigten an. Jeden Tag kam die Gestapo und nahm jemanden mit. Ich hatte nur die Tagschicht, aber die Produktion lief auch nachts. Einmal hatte ich morgens so einen inneren Drang: „Heute geh in die Nachtschicht!“ Also ging ich – und um zehn Uhr morgens räumten die Engländer die Kanone zu einem Haufen Ziegelsteine …

(P. Benedikt Holota OFM /* 1922/, Ungeplante zehn Gespräche)