Ich gehe, um Platz für euch zu schaffen.

Gestern Nacht gab es Gewitter, aber heute ist alles wunderschön. Die Blätter der weißen Haselnuss auf dem Friedhof sind klein und die Blumen füllen die Äste mit Locken grüner Spitzen. Ich höre die Maschinen in der Säge laufen und die Vögel singen: nichts als das.
Morgen ist Christi Himmelfahrt, mein liebstes Fest. Zu jeder Jahreszeit suche ich gerne die Antiphonen des Festes Christi Himmelfahrt, die in meinen Ohren klingen und mich mit Licht und Frieden erfüllen: vado parare vobis locum – ich gehe, um euch einen Ort vorzubereiten…

(Thomas Merton, Tagebucheintrag von der Vigil Christi Himmelfahrt, 14. 5. 1947)