Wenn mein Gebet nicht gelingt, bist du selbst mein Gebet.

Manchmal ist es so, dass wir eigentlich mit wenig beten. Wir sind innerlich irgendwie befreit. Glücklich der, der zu Christus sagen kann: „Jesus Christus, ich verberge dir nichts aus meinem Herzen, du weißt, dass ich kaum in der Lage bin, mein Verlangen nach der Verbindung mit dir auszudrücken. Du hast das menschliche Schicksal selbst erfahren. Du weißt, dass es mich manchmal zu allen Seiten gleichzeitig zieht. Aber auch wenn mein innerstes Ich Leere empfindet, bleibt in mir stets der Durst nach deiner Gegenwart. Und wenn mir das Beten nicht gelingt, bist du selbst mein Gebet.“

(Bruder Roger /Robert Schütz; 1915–2005/)