Wellen unendlicher göttlicher Zärtlichkeit

Gott gefällt es, dass ich meine Kleinheit und meine Armut liebe, ihm gefällt meine blinde Hoffnung auf sein Erbarmen... das ist mein einziger Schatz. (D 197)

Ach..., wie wenig sind die Güte Jesu und seine barmherzige Liebe bekannt!... Es ist wahr, dass wir uns, um von diesen Schätzen zu genießen, demütigen und unsere Nichtigkeit anerkennen müssen. Und das will viele Menschen nicht tun. (D 261)

Von allen Seiten wird deine barmherzige Liebe nicht anerkannt, abgelehnt. Die Herzen, denen du Barmherzigkeit erweisen möchtest, wenden sich den Geschöpfen zu und bitten sie um Glück und um ihre erbärmliche Zuneigung, anstatt sich in deinen Armen zu werfen und deine unendliche Liebe anzunehmen...

Mein Gott, wird deine enttäuschte Liebe in deinem Herzen bleiben? Es scheint mir, dass, wenn du Seelen finden würdest, die sich als Brandopfer deiner Liebe opfern, du sie schnell verzehren würdest; es scheint mir, dass du glücklich wärst, wenn du die Wellen der unendlichen Zärtlichkeit, die in dir sind, nicht unterdrücken müsstest...

Wenn deine Gerechtigkeit sich gerne ausbreitet, obwohl sie sich nur auf die Erde erstreckt, um wie viel mehr sehnt sich deine barmherzige Liebe danach, Seelen zu entzünden, wenn dein Erbarmen bis zu den Himmeln aufsteigt... (1)

Jesus, möge ich das glückliche Opfer sein! Verbrenne dein Brandopfer mit dem Feuer deiner göttlichen Liebe!... (AS 171n)

(1) Vgl. Ps 35,5.

(D = Briefe, AS = Autobiografische Schriften)