Große Dinge hat mir der getan, der mächtig ist.

Wenn ich im Evangelium lese, dass Maria „eilig in eine Stadt Judas in den Bergen ging“, um ihrer Verwandten Elisabeth einen Liebesdienst zu erweisen, sehe ich sie so schön, ruhig und würdevoll gehen, so in sich gekehrt mit dem Wort Gottes. Ihr Gebet war immer im Einklang mit seinem Gebet: „Siehe, hier bin ich!“ Wer? „Die Dienerin des Herrn“, die Letzte seiner Schöpfung: sie, seine Mutter! Sie war so wahrhaftig in ihrer Demut, denn sie verharrte im Vergessen ihrer selbst, im Unwissen um sich selbst und in der Befreiung von sich selbst, sodass sie singen konnte: „Großes hat der Mächtige an mir getan ... von jetzt an werden mich alle Geschlechter seligpreisen.“

(Elisabeth von der Dreifaltigkeit, Letzte Einsamkeit 40)