Der Heilige Vater Johannes Paul II. sagt in seiner Enzyklika Redemptor hominis mit großem Nachdruck: „Die Kirche herrscht nicht mit anderen Waffen als mit den Waffen des Geistes, des Wortes und der Liebe, daher bittet sie jede Seite und fordert alle auf: Tötet nicht!“ Dies ist der Aufruf, den uns die Ostern bringen. Gleichzeitig sagt er: Werdet nicht zu Strategen der Gewalt, sondern zu Dienern der Liebe im Glauben an den Auferstandenen, der unsere Sicherheit inmitten der Ohnmacht des Guten ist – im Glauben, dass die Liebe die wahre und endgültige Kraft der Welt darstellt.
Die Jünger Jesu schliefen am Ölberg. Aber wir schlafen inmitten der Ostern und übersehen das Wesentliche. In dieser Stunde sollten wir unser Herz von der Größe der Botschaft berühren lassen, damit auch wir Träger des Lichtes werden, bevor es zu spät ist, bevor der Tod seine grausame Ernte einholt. Damit wir selbst vom Freude dieses Tages berührt, Evangelisten, Boten der Freude Jesu Christi werden.
(Kardinal Joseph Ratzinger, Oster-Meditation, 1984)