Man muss nur seine Nichtigkeit anerkennen und sich hingeben.

Manchmal, wenn ich bestimmte spirituelle Schriften lese, in denen die Vollkommenheit von Tausenden von Hindernissen umgeben von vielen Illusionen dargestellt wird, ermüdet mein armes Gemüt bald, ich schließe das gelehrte Buch, das mir Kopfschmerzen bereitet und mein Herz austrocknet, und nehme die Heilige Schrift zur Hand. Dann erscheint mir alles klar, ein einziges Wort offenbart meiner Seele unendliche Horizonte, und die Vollkommenheit scheint mir leicht zu sein. Ich sehe, dass es genügt, seine Nichtigkeit anzuerkennen und sich wie ein Kind in die Arme Gottes zu begeben.

(Theresia vom Kinde Jesu und vom Heiligen Antlitz, Brief an Vater Roulland, 9. Mai 1897)