Auf dich, mein Christus, warte ich.

Die große Nacht
breitet sich über uns aus
von einem Ende des Seins zum anderen.
In ihrer Tiefe
wartet tausend Glocken
in der Spannung absoluter Stille,
bis sich erfüllt,
was noch nie geschehen ist
in der Spannung der Hoffnung,
die kein Haar bewegt.

Mit der großen Nacht
warte ich auf dich, mein Christus,
unbeweglich lange,
ob ich mit unglaublichen Glocken erklinge
im Morgengrauen.

(Zdeněk Kalista /1900–1982/, Die große Nacht)