„Der Ort“ der Welt ist in Gott selbst, und das bedeutet: in seinem trinitarischen Leben, das ein unaufhörlicher Fluss göttlicher Personen von einander, zu einander, in einander ist. Ständige, aktuelle Selbsthingabe. (…) Innerhalb dieses Flusses absoluter Liebe kann die geschaffene Welt kein unbewegter Punkt sein. Für Personen, die sich gegenseitig schenken, ist die Welt eine willkommene Gelegenheit zum Schenken: der schaffende Vater versteht die Welt als Geschenk an den erlösenden Sohn, der sie „nach der Überwindung aller Feinde“ dem Vater zu Füßen legen wird als vollendetes Königreich…
(Hans Urs von Balthasar /1905–1988/, Auszug aus dem Text Christlich meditieren)