Halte mich an der Hand wie dein Kind.

Mein Gott, jetzt mehr denn je stehe ich vor Dir. Ich stehe ständig vor Dir. Bisher war ich mehr in mir selbst und sah mich selbst. Jetzt erlaubst Du mir irgendwie, mich zu verlieren, als ob ich nicht mehr existierte, als ob ich nicht mehr die wäre, die ich bisher war. Ich kann nicht mehr die sein, und ich kann auch noch nicht anders sein, so wie Du mich haben willst. (…) Hilf mir, mich zu finden und hilf mir, in mir auf Dich zu treffen. Und solange ich mich in der Dunkelheit meines eigenen Seins verlieren muss, halte meine Hand wie die eines Kindes, lass mich verstehen, Dich und Dein Wirken auch durch die Menschen, die Du mir auf meinem Weg gegeben hast…

(Karol Wojtyła, Korrespondenz, Auszug aus einem Gebet für Wanda Półtawska, 13. 2. 1963)