Wenn das menschliche Herz in den Augen der Geschöpfe wertlos wird, sodass der Mensch es selbst verachtet und sich nicht traut, es zu zeigen, geschweige denn es einem anderen Geschöpf anzubieten, bleibt ihm noch Gott, der auch das schlechteste Herz nicht verachtet, wenn es ihm dargeboten wird. Gott nimmt selbst das schwächste und schlechteste aller Herzen an; mit jedem dargebotenen Herzen ist er zufrieden, denn in seiner Weisheit und Allwissenheit kennt er auch seinen verborgensten und geheimsten Wert, und für Gott hat das menschliche Herz einen ganz anderen Wert als für die Menschen. Als Belohnung für das menschliche Herz gibt Gott sein eigenes Herz; für das ganze menschliche Herz gibt er sein ganzes Herz.
(Jaroslav Durych, Herz und Kreuz, Privatdruck der Zeitschrift Na hlubinu, 1932)