Ich habe das Bedürfnis, meine Hände zusammenzufalten und zu sagen: Kinder, ich bin so glücklich und dankbar, das Leben ist so schön und sinnvoll. Ja, schön und sinnvoll, obwohl ich am Bett meines verstorbenen Freundes stehe, der viel zu früh gestorben ist, und obwohl ich in jedem Moment in unbekannte Gefilde deportiert werden kann. Mein Gott, ich bin dir für alles so dankbar.
(Etty Hillesum /1914–1943/, Tagebuchauszug aus dem Internierungslager Westerbork, 16. September 1942)