Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes bedeutet, sich mit seiner Sündhaftigkeit zu versöhnen – nicht mit der Sünde – und sie als seinen geistlichen Zustand anzunehmen. Die Seele kann sich fälschlicherweise wegen ihrer Sündhaftigkeit unruhig fühlen. Die Quelle ihrer Unruhe ist oft nicht, dass sie sündhaft ist, sondern dass sie ihre tatsächliche Sündhaftigkeit nicht akzeptiert. Sich mit seiner Sündhaftigkeit in der Barmherzigkeit Gottes zu versöhnen, bedeutet, die Quelle des göttlichen Friedens zu öffnen.
(P. Benedikt Holota OFM /* 1922/, Notizen)