Für den Frieden ist jedes Opfer und jede Entbehrung ein berechtigter und günstiger Preis.

Im Ersten Weltkrieg trat in der Monarchie schnell ein Mangel an Grundnahrungsmitteln und Kohle auf, begleitet von einem drastischen Preisanstieg; bereits im April 1915 musste ein Zuteilungssystem eingeführt werden. Kaiser Karl nahm persönlich an den Kämpfen teil, er und seine ganze Familie lebten solidarisch nur von den Kriegszuteilungen. Obwohl das Jahr 1918 den Zerfall der Monarchie, zehntausende gefallene Soldaten, den Ausbruch der Spanischen Grippe und für Karl persönlich unermessliches Leid bedeutete, ließ er am 31. Dezember einen feierlichen Te Deum für alles, was dieses Jahr gebracht hatte, feiern. Auf Einwände antwortete er mit den Worten:

Dieses Jahr war hart, aber es hätte noch viel schlimmer sein können. Wir können aus Gottes Hand nicht nur das Gute erhalten, sondern müssen für alles andere dankbar sein, egal wie schwer und schmerzhaft es ist. Hat dieses Jahr nicht das so lang erhoffte Ende des Krieges gebracht? Und für den Frieden ist jedes Opfer und jede Entbehrung ein berechtigter und günstiger Preis.

(Kaiser Karl von Habsburg /1887–1922/)