Tausende von Reizen verstreut.

Oh, Wälder und Dickichte,
gepflanzt von der Hand des Geliebten!
Oh, Wiese des Grüns
und mit Blumen besät!
Sagt mir, ob er durch euch ging.

Tausende von Reizen ließ er verstreuen,
er durchquerte hastig diese Haine
und verschönerte sie mit seinem Blick
und allein seiner Gestalt
kleidete er sie in seine Schönheit.

Ach, wer kann mich heilen?
Gib dich mir wirklich hin;
und sende mir nicht
heute einen Boten,
der mir nicht sagen kann,
nach was ich mich sehne.

(Johannes vom Kreuz, Geistliches Lied,
Strophen 4–6; 1577/78)