Die erste Stunde gehört dem Herrn.

Am Morgen, sobald wir aufwachen, versuchen uns sofort die Verpflichtungen und die unterschiedlichsten Sorgen zu erdrücken, falls sie uns nicht bereits um unseren Schlaf gebracht haben. Eine ängstliche Frage erhebt sich: Wie werde ich den ganzen Tag mit all diesen Schwierigkeiten umgehen, wann werde ich das oder jenes schaffen? Man hat den Drang, das Gebet abzubrechen und sofort zur Arbeit zu eilen. Doch gerade dann ist es notwendig, Zügel anzuziehen und sich zu sagen: Nur ruhig! Nichts kann mich jetzt meiner Ruhe berauben, denn die erste Stunde gehört dem Herrn. Nur mit seiner Hilfe werde ich die Aufgabe bewältigen, die er mir anvertraut.

(Hl. Theresia Benedikta vom Kreuz)