Jesus, du ewiger Ruhm, Trost der wandernden Seelen! Vor dir finden meine Lippen keine Worte, und nur mein Schweigen spricht zu dir. Wie lange wird mein Herr noch mit seiner Ankunft zögern? Möge er zu mir kommen, seinem Elenden, und möge er mich erfreuen! Möge er die Hand ausstrecken und mich, den Elenden, aus aller Not reißen! Komm, komm, denn ohne dich werde ich keinen freudigen Tag noch Stunde haben; denn nur du bist meine Freude und ohne dich ist mein Tisch leer.
(Thomas von Kempen, /ca. 1380–1471/, Nachfolge Christi, III, 21.4)