Ihr habt mir nichts zu essen gegeben... ihr habt mir nichts zu trinken gegeben...

„Denn ich hatte Hunger, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben, ich hatte Durst, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben…“ Was für schwerwiegende Worte! Es bedarf keiner Kommentare. Wir müssen sie im Glauben annehmen und gut verstehen, dass wir durch unsere eigene Nachlässigkeit unserem Herrn das, was wir für den anderen Menschen tun könnten und nicht tun, vorenthalten haben… Es wird darüber gesprochen, was wir nicht vollziehen. Darüber, was wir zwar tun könnten, aber aufgrund eigener Nachlässigkeit nicht tun. Dieser Mensch, der vorbeigeht und arm, nackt, auf dem Weg, leidend ist, verlangt von uns nichts, aber er ist Glied Christi, ein Stück Jesu, ein Teil Jesu; wenn wir ihn vorbeigehen lassen und ihm nichts von dem geben, was er braucht, haben wir Jesus vorbeigehen lassen…

(Charles de Foucauld /1858–1916/, Aux plus petits des mes frères)