Ich wache über meine Liebe. Wenn du ein großes Feuer entzündest und dann von tausend Verpflichtungen davon abgehalten wirst und dich nicht darum kümmerst, wird es allmählich an Kraft verlieren und schließlich erlöschen. Lege oft Opfer in das Feuer deiner Liebe: freudiges Staunen, Besinnung, den Wunsch, mich zu begleiten, Bedauern über die Vergangenheit, brennenden Wunsch, dass mein Königreich kommt, und bitte mich oft, zu kommen, denn ich will nichts anderes, als zu kommen. Ich bin aber wie ein scheuer armer Mensch, der vor der Tür steht und sich fragt: „Denkt man in diesem Herzen an mich, das ich freigekauft habe?“
(Gabriela Bossis /1874–1950/, Tagebucheintrag vom 25. Februar 1943)