Die Welt kann mir alles nehmen, aber ich werde immer einen Zufluchtsort haben, der mich davor schützt – das Gebet. Darin kann ich die Vergangenheit und die Gegenwart verstehen, sogar die Zukunft, durch die Hoffnung… Außer dem Gebet habe ich Gott nichts anzubieten, ich kann es also als mein einziges Geschenk betrachten. Ich kann nicht fasten, ich habe nichts zu geben als Almosen, mir fehlt die Kraft zur Arbeit; das einzige, was mir geblieben ist, ist das Leiden und das Gebet. Aber ich hatte nie größere Schätze. Und ich möchte nie etwas anderes.
(hl. Rafael von St. Josef /1835–1907/, Aufzeichnungen aus dem Exil in Sibirien)