Der Geist ist der Geist des ewigen Liebesgesprächs zwischen dem Vater und dem Sohn.

Der Geist, den uns der Sohn zu Pfingsten vom Vater sendet, ist der Geist des ewigen Liebesgesprächs zwischen Vater und Sohn. Es ist das göttliche Wort, das zur Person geworden ist. In dieses Wort werden wir eingeführt; bisher war es für uns eine geheimnisvolle fremde Sprache; und doch, weil die feurigen Zungen auf die Kirche herabkamen, ist es unsere eigene „Muttersprache“ geworden. Das erste Wort, das wir als Gottes Kinder darin zu lallen lernen, ist das Wort „Abba“, das uns der Heilige Geist lehrt, wie Paulus zweimal ausdrücklich sagt. Mit diesem kindlichen Wort sprechen wir nicht Menschen an, sondern Gott in der Sprache, die seine eigene ist, die er versteht.

(Hans Urs von Balthasar /1905–1988/, Dreifacher Kranz)