Lebendige Verbindung mit dem Rest des mystischen Leibes Christi

Auf dem Flur des Gästehauses stieß ich auf den jungen Schweizer Abt, Dom Marie Josef. Fünfundzwanzig von fünfzig Männern seiner Gemeinschaft wurden im letzten Krieg mobilisiert. Jetzt, wo sie zurück sind, gibt er ihnen im Refektorium allerlei Lektüre, um sie mit dem, was in der Kirche draußen geschieht, in Kontakt zu halten. Er möchte, dass sie von der sozialen Situation und von dem, was die Kirche gerade tut – Priester in Fabriken und so weiter – hören. Er glaubt nicht, dass Mönche ihre lebendige Verbindung mit dem Rest des mystischen Leibes Christi vergessen könnten.
Dom Marie Josef liest Léon Bloy und mag ihn besonders, weil er das Leiden versteht. Er ließ seine Novizen, zumindest die, die im Krieg waren, die Arme Frau lesen.

(Thomas Merton /1915–1968/, Tagebuchnotizen aus Dezember 1947)