„Lass dich nicht von Trockenheit, Zerstreutheit und Unruhe belasten.“

Wenn die Seele von Dürre, Zerstreutheit und Unruhe erdrückt wird, dann sollte sie darauf nicht achten und sich darüber nicht quälen. Will sie innere Freiheit haben und sich nicht ständig plagen, soll sie aufhören, das Kreuz zu fürchten, und sie wird sehen, wie der Herr ihr hilft, es zu tragen: Sie wird mit Freude vorangehen und aus allem Nutzen ziehen, denn es ist klar, dass wir, wenn der Brunnen kein Wasser gibt, es dort nicht nachfüllen können. Doch wir dürfen nicht unachtsam sein, denn wenn er es gibt, dann sollten wir es schöpfen, da Gott durch diese Weise in uns die Tugenden vermehren will.

(Teresa von Avila, Lebensbuch XI,17)