Ich vertraue dich Christus an und ich vertraue dich seiner Mutter an.

+ Liebe Wanda!

Ich füge Briefe für die Reise bei. (…) Jetzt möchte ich dir noch sagen und ergänzen, was ich dir bereits am Freitag gesagt habe: Vertraue Gott, dem ich dich und deine Prüfung mit demütiger Bitte anvertraue. Ich vertraue dich Christus an und ich vertraue dich seiner Mutter an. Da du im letzten Punkt noch einige innere Schwierigkeiten „mit dir selbst“ hast, möchte ich diesen Punkt, wenn ich so sagen darf, zu meinem machen. Mein Vertrauen in die Mutter kam ebenfalls allmählich und erforderte gewisse Kräfte. Der Sohn hat mich zu ihr gesandt. Und der heilige Ludwig von Montfort hat mich gelehrt, wie wichtig die Beziehung zu ihr in Bezug auf den Erlöser und die Heiligste Dreifaltigkeit ist. Ich bitte dich, dir mit diesen Schwierigkeiten keine Sorgen zu machen. Ich nehme dein Anliegen zu meinem. Und ich vertraue. Ich werde dir vor der Abreise noch einen Skapulier geben.

Br. [atr]

(Karol Wojtyła /1920–2005/, Korrespondenz aus den 60er Jahren)