Unsere Sünden sind zur Quelle unserer Demut geworden.

Der Herr wollte in seiner Nachsicht unsere Sünden gegen uns selbst wenden; er fand einen Weg, sie zu unserem Nutzen zu wenden, sie in unseren Händen in ein Werkzeug des Heils zu verwandeln. Doch darf dies keineswegs unsere Abscheu über die Sünde oder unseren Schmerz darüber, dass wir gesündigt haben, mindern. Dennoch gilt, dass unsere Sünden uns zur Quelle der Demut geworden sind.

(Jan van Ruisbroek, 1293–1381, zitiert von Elisabeth von der Dreifaltigkeit)