Das Gebet der einen ist das Heil der anderen.

Gott hat in seiner Vorsehung dafür gesorgt, dass uns von unseren Übeln nichts anderes als das Gebet helfen kann, dass nur das Gebet uns die Gaben seiner Gnade erwirkt und dass das Gebet der einen für die Rettung der anderen von Bedeutung ist. Damit er seine Gnade auch denen gewähren kann, die nicht darum bitten, nicht bitten können oder nicht wollen, hat Gott festgelegt und befohlen: „Betet füreinander, damit ihr gerettet werdet.“ Wenn Gott dem heiligen Augustinus die Gnade der Bekehrung gewährte, verdanken wir dies den Tränen der heiligen Monika; und die Kirche hätte den heiligen Paulus nicht, wenn ihn nicht der heilige Stephanus erbeten hätte.

(bl. Franz Palau y Quer, O.Carm. /1811–1872/, geistliche Schriften)