Es ist notwendig, der armen Seele nicht zur Last zu fallen.

Wir sind so arm, dass manchmal unsere arme Seele die Launen des Körpers ertragen muss, dessen Gefangene sie ist. Die Wechsel der Jahreszeiten und die Stimmungsschwankungen sind so hinderlich, dass die Seele oft nicht tun kann, was sie will, und ohne eigenes Verschulden unter allem Möglichen leidet. Schlimmer ist es, wenn man dann darauf besteht, dass sie sich überwinden soll, denn dann dauert dieser schädliche Zustand länger. Es bedarf der Umsicht: Wenn man sieht, dass es von solchen Ursachen abhängt, dann sollten wir der armen Seele nicht zusätzlich belasten, sondern zulassen, dass wir krank sind. Es könnte gut sein, die Stunde der Meditation zu ändern und vielleicht auch mehrere Tage lang. Einfach alles tun, um dieses Exil besser zu überstehen.

(Teresa von Jesus, Buch des Lebens XI,15)