Mein Bruder, glaubt, dass Jesus längst eure Untreue vergessen hat, er hat nur eure Sehnsüchte nach Vollkommenheit im Blick und sein Herz freut sich darüber. Ich bitte euch inständig, zieht euch nicht mehr zu seinen Füßen, folgt der „ersten Bewegung, die euch in seine Arme zieht“, dort ist euer Platz... Ich bin ganz eurer Meinung, dass das göttliche Herz mehr durch tausend kleine Unachtsamkeiten seiner Freunde verletzt ist als durch die schweren Sünden, die die Menschen der Welt begehen... Aber über denen, die ihn lieben, die nach jeder Unachtsamkeit kommen, um ihn um Verzeihung zu bitten und sich in seine Arme zu stürzen, zittert Jesus vor Freude. Ach, lieber Bruder, wie wenig sind Jesu Güte und seine barmherzige Liebe bekannt!
(Theresia vom Kinde Jesu und vom heiligen Antlitz, Brief 261, Abbé Bellière, 26. Juli 1897)