Ich bin bereit, alles loszulassen, ja sogar zu sterben, aber ich will Seine Liebe. Ohne Ihn empfinde ich nur schreckliche Leere, nichts, unbequemen Kummer. Nichts Weltliches zieht mich mehr an – und bei Gott bin ich noch nicht ausreichend verankert. Gott, hilf mir! Ich glaube an Dich, das weißt Du doch. Heute Nacht möchte ich daher meinen Akt des Glaubens wiederholen. Herr, ich glaube an Deine Liebe. Du hast mich durch Deine große Macht hierhergebracht. Du wirst Dein Geschenk vollenden und mich zu Dir ziehen. Du wirst mir das Geschenk geben, um das ich Dich bitte: Deine Liebe und die Liebe zu den Armen, also zu allen Menschen.
(Carlo Carretto /1910–1988/, Tagebucheintrag von der Vigilie der Geburt des Herrn 1954)